Ein Foto von Dir….

Selbstverliebt? Wer will 6000 Bilder von sich selbst?

Spaß beiseite – ich hatte meinen Folgetermin bei der schon vorher beschriebenen NaKo-Untersuchung.

Es stand das MRT an – hierzu werden nicht alle Teilnehmer geladen – es verbietet sich auch von selbst. Denn die Untersuchung dauert ca. 1,5 Stunden und nicht jeder ist für ein MRT geeignet.

http://nako.de/studienteilnehmer/das-untersuchungsprogramm/mrt/

Zum einen kann schon nicht jeder lange in einer Röhre mit 70 cm Durchmesser liegen. Nicht jeder kann eine Stunde stillhalten. Es gibt extra ein Video, damit man sich genau vorstellen kann, was einen erwartet. Genau so ist das abgelaufen.

Nicht „mitspielen“ können Leute mit:

–  großflächigen Tätowierungen
–  Herzschrittmacher oder Defibrillator
–  bestimmten elektronischen Geräten im Körper, z. B. Cochleaimplantat, Insulinpumpen, Schmerzpumpen, Schmerz- und Stimulationskatheter
–  älteren metallischen Operationsclips im Kopf
–  Metallsplittern oder -teilen an kritischen Körperstellen
–  Patientinnen in der Frühschwangerschaft (insbesondere in den ersten 3 Monaten)

Wurde alles schon letztes Mal abgefragt – hätte ich etwas davon, wäre ich gar nicht erst eingeladen worden. Aber zur Sicherheit wurde alles nochmals angesprochen und einzeln geklärt.

Ich wurde zudem nochmals aufgeklärt, daß ich jederzeit abbrechen kann, wie lange die Daten aufbewahrt werden und daß die Untersuchung nicht als gründliche Diagnose geeignet ist (weil nicht gezielt nach einer Krankheit bei jedem Teilnehmer gesucht wird), daß aber ein Radiologe die Bilder betrachtet und man– wenn ein Befund vorhanden ist – Nachricht bekommt, um das ggf. abklären zu lassen. Die Untersuchung ersetzt aber keine Früherkennung.

Dann durfte ich mich umziehen – Schmuck, Brille etc. ablegen, ausziehen bis auf den Slip. Eine Art blauer OP-Anzug lag bereit (ohne Knöpfe – mit Kordeln). Man liegt also nicht nackt auf der Liege.

Wegen der besseren Bilder bekommt man noch einige Elektroden aufgeklebt. Außerdem eine Art Gestell um den Kopf, etwas auf Brust und Bauch und Ohropax und Kopfhörer.

Und natürlich den Notfall-Piepser.

Damit man nicht friert, werden die Füße wieder warm eingepackt.

Und los geht’s.

Ab und an gibt es eine Anweisung per Kopfhörer – einatmen und Luft anhalten (meist ca. 10 Sekunden lang), Augen zu und möglichst an nichts denken (dann werden die Aufnahmen des Kopf besser), ganz still halten (dann verwackeln die Aufnahmen nicht).

Die Halbzeit wird einem angesagt. In der 2. Hälfte gibt es wieder einige Atemkommandos und letztlich eine Ansage, daß nur noch 10 Minuten bevorstehen.

Tja – und dann war es vorbei. Meine größte Befürchtung war ja, daß mir schrecklich langweilig wird oder mich ein unüberwindlicher Juckreiz überkommt.

Beides ist nicht passiert – ich lag brav und still und die Mitarbeiterin hat mir versichert, daß alle Bilder völlig wackelfrei waren und nicht wiederholt werden mußten. Bis auf eine Region – beim Herz ist das nicht der Fall. OK – damit das völlig unverwackelt ist, müßte ich tot sein. Soweit gehe ich nicht für die Wissenschaft.

Prima ist – wenn man möchte, bekommt man eine CD zugeschickt mit den kompletten Aufnahmen. 6000 Scheibchen-Bilder von mir.

Und – wie schon beim letzten Mal – jeder einzelne Mitarbeiter war supernett zu mir. Einer der Studienärzte unterhielt sich im Warte/Pausenraum ein wenig mit mir, die Mitarbeiter an der Anmeldung waren sehr nett und auch die Mitarbeiterin beim MRT, die mir alles erklärte und die Untersuchung durchführte, war geduldig, entgegenkommend, hilfsbereit und ich bin sicher – jede Frage, die ein Studienteilnehmer hat, wird ausführlich beantwortet.

Ich hatte mir im Vorfeld die Unterlagen, die ich bekommen hatte, genau durchgelesen – da waren eigentlich keine Fragen offen. Aber wer etwas lieber erklärt bekommt, statt seitenweise zu lesen – kein Problem.

Ich würde sagen – wir sehen uns in einigen Jahren wieder….

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